Ihr seid in Australien und wollt einen Opalkauf tätigen? Dann sage ich Euch, worauf Ihr achten solltet!
Als erstes müsst ihr natürlich wissen, was ihr wollt, denn Opale haben unterschiedliche Muster. Daher schaut in meine vorgeschlagenen Muster rein und lasst Euch dann vor Ort ein paar Opale zeigen – und schlaft dann nochmal eine Nacht darüber, bis Ihr 100% wisst, welches Muster bzw. welcher Stein Euer Favorit ist.

 

Was ist ein Opal?
Der Opal gehört zur Familie der Minerale und besteht aus Siliziumdioxid, welches im Normalfall zu 2 bis 9 Prozent, in Ausnahmefällen bis zu 20 Prozent, Wasser enthält. Einfacher gesagt: Opale sind nichts anderes als ein Gel aus Kieselsäure mit variierenden Wasseranteilen. Im Gegensatz zu den Quarzen besitzt er keine Kristallstruktur. In der Natur kommt er als massige Adernfüllung oder in Form von Knollen vor.

Seine Farbe bestimmt seinen Wert

Opale werden ausschließlich in der Schmuckindustrie verwendet. Dort sind sie so begehrt wegen ihres buntfleckigen, schillernden Farbenspiels, in welchem man Feuer und Blitze, darüber hinaus alle Farben des Regenbogens oder das azurblaue Schimmern des weiten Meeres erkennen kann. Überhaupt bietet kein anderer Edelstein ein solch breites Spektrum an unterschiedlichen Farben und Farbspielen. Dabei ist das Kieselgel selbst eigentlich farblos. Vielmehr sind es die verschiedensten Verunreinigungen, die die unterschiedlichen Farben hervorbringen. Dabei sind von farblos über weiß, grau, blau, bernsteinfarben, grün, hin zu orange oder rot, braun und selten auch schwarz alle Farben vertreten. Während andere Edelsteine durch Schliffe erst richtig schön gemacht werden, ist beim Opal das Funkeln, auch genannt das „Opalisieren“, von Natur aus vorhanden. Es entsteht durch Reflexion und Interferenz von einfallenden Lichtstrahlen auf winzige, im Kieselgel vorhandene Kügelchen. Diese bewegen sich zwischen 150 und 400 Nanometern Größe. Sind diese Kügelchen in etwa gleich groß und dazu noch regelmäßig angeordnet, so spricht man von einem Edelopal. Wie die unterschiedlichen Begriffe schon vermuten lassen, können Opale höchst unterschiedliche Handelswerte erreichen, je nach Häufigkeit der darin befindlichen Farben.

Quelle: Ebay

Der Opal kann in allen Regenbogenfarben leuchten! Hier gibt es verschiedene Muster: Muster 1 Muster 2

Harlequin und Flagstone mit einem Flashfire (Farbe zieht sich über den Stein bzw. einem Rollingflashfire) sind sehr besonders und wunderschön, da man hier die Regenbogenfarben am Besten erkennen kann. Aber das ist natürlich Geschmackssache und jeder sollte dies für sich selber entscheiden.

Zuerst solltet Ihr Euch einen Juwelier raussuchen. Und darauf achten:

  1. Ihr dürfte Eure Wunschvorstellung aussprechen und der Verkäufer bringt Euch eine Auswahl.
  2. Es gibt ganze Steine, Doublets (ist ein geschnittener Stein, der auf einen dunklen Untergrund geklebt wurde) und Triplets (geklebt, wie ein Doublet, nur mit noch einer Schicht Quartz darauf)
  3. Ganze Steine sind teurer, hier steigt der Preis mit der Leuchtkraft und dem Farbenspiel. Günstiger sind Droplets, hier kann man ein tolles Farbenspiel plus Leuchtkraft bekommen, und das für einen fairen Preis!
  4. Bestenfalls mischt sich der Verkäufer nicht in Eure Entscheidung ein und drängt Euch nicht zum Kauf.
  5. Ihr dürft Euch nicht unter Zeitdruck fühlen und der Verkäufer sollte auch noch nach einer halben Stunden „gechillt“ und höflich sein.
  6. Nun kommt es auf das Leuchten des Steins an. Schaut Ihn Euch unter Licht (Neon, Glühbirne, Halogenlampe) an und tretet auch mal ans Fenster – wie sieht er im Sonnenschein aus und wichtiger: wie im Schatten!
  7. Dreht den Stein und kippt ihn. Seht Ihr auch im Schatten die Farben? Dann ist es ein guter Stein. (Auch prüfbar bei Doublets oder Triplets!)
  8. Wieviele Farben könnt Ihr erkennen? Je mehr Farben eindeutig sichtbar sind, desto besonderer der Stein.
  9. Ist Rot in „großer“ Menge vorhanden, könnt Ihr sicher sein, er ist besonders und sicher eine gute Wahl!
  10. Lasst Euch den Preis nennen. Je nach Karat (Größe), Leuchtkraft und Art (ganzer Stein, geschnittener Doublet oder Triplet) variiert der Preis immens. Auch bei den Doublets.
  11. Entscheidet Euch für einen guten Stein! (Nr. 5) Denn nur so werdet Ihr lange Freude damit haben.
  12. Tendenziell haben Schwarze Opale (black opals) den besten Werterhalt.
  13. Zu guter Letzt und als kleiner Tipp: Auch die Steine in Souvenirläden (Kosten ca. 100-200AUD) sind oft gut! Bei einem Juwelier habt Ihr aber meistens ein lebenslange Garantie!

 

FAZIT

Beim Opalkauf sind Zeit und gute Beratung wichtig. Am Ende entscheidet euer Geschmack – und natürlich auch euer Geldbeutel. Ein schöner Opal muss aber nicht zwingend teuer sein!