Hydra – inspirierend, entschleunigend, individuell: Griechisches Leben von seiner schönsten Seite!

Griechenland hat über 1500 Inseln – darunter berühmte Namen wie Santorini, Mykonos, Kos, Kreta, Korfu oder Rhodos. Sicher, alle diese Inseln sind wirklich schön – aber touristisch völlig überlaufen (was wir in Kreta zur Hauptsaison leidlich erleben durften und voll mit Touri-Kitschläden und Restaurants, die eher auf den „walk-by“ Kunden zählen als auf Stammkundschaft. Für Tagestouren und für Reisen nach dem Motto „been there, done that“ sind sie alle gut – aber zum wiederkommen?

Nein, da gibt es für uns nur eine Nummer eins: Hydra Island!

Erreichen kann man dieses Kleinod so: Flug nach Athen, per Taxi oder U-Bahn zum Hafen von Piräus, und von dort mit einem der Schnellboote der Hellenic Seaways in anderthalb Stunden nach Hydra (fährt 4-6 Mal am Tag via Poros). Ziemlich cool ist die Fahrt mit einem der russischen Tragflächenboote (Flying Dolphin), bequemer die mit den Flying Cats – das sind Katamarane. Die Buchung der Boote funktioniert am besten per App, oder man kauft am Hafen direkt ein Ticket. Preislich macht das keinen Unterschied (56 EUR return, etwas mehr in der empfehlenswerten 1. Klasse (nur in den Flying Cats)).
Schon die Fahrt nach Hydra ist wie ein kleiner Urlaub. Vorbei an den Inselchen der Ionischen See fährt man von Hafen zu Hafen – einer schöner als der andere! Und auf einmal, nach kurzer Fahrt an einer kargen Küste entlang, macht das Boot eine Biegung nach Links. Vor einem liegt der pittoreske Hafen von Hydra! Wie gemalt, einer Postkarte gleich, schmiegt sich die Stadt an die Hänge hinauf und lockt mit unzähligen Gässchen und Straßen zur Erkundungstour.
Hydra Island Greece Griechenland
Beim Aussteigen werden dir drei Sachen auffallen: die Ruhe, die Esel und die Bars und Cafés. Und alles hängt unmittelbar zusammen, denn es gibt (bis auf einen Krankenwagen und ein Müllauto) keine Autos auf Hydra! Und weil es diese nicht gibt, ist die ganze Stadt quasi Fußgängerzone, und Esel transportieren schweres Gut.
So könnt ihr eure Koffer von den Eseln zum Hotel tragen lassen – was aber unserer Meinung nach nur dann sinnvoll ist, wenn ihr Hoch am Hang wohnt. Wer gut zu Fuß ist, schafft das auch so 😉
Inzwischen gibt es eine ganze Reihe richtig guter Hotels und Unterkünfte (Häuser, Pensionen, B&Bs) in allen Preisklassen – und wir kennen einige davon. Falls ihr also einen Tipp braucht: schreibt uns, und wir finden das Richtige zu deinem Budget!

Nun, was macht man so auf Hydra? Abchillen!

Nein jetzt ernsthaft: am besten lässt man sich einfach treiben. Allein die kleinen, verwinkelten Gassen mit großen Blumensträuchern oder bunten Holztüren zaubern dich in eine andere Welt. Das ist auch der Grund, warum viele Athener hier zum Wochenende herkommen. Es kann sein, dass du am ersten Tag aus deinem Hotel kommst und in der nächsten Taverne den Rest des Tages verbringst. Einfach, weil es so gemütlich ist.

Oder du machst eine Restaurant-Hopping-Tour und fällst mit vollem Magen, aber glücklich, ins Bett 🙂
Oder du willst abends noch was trinken und feiern – dann geh in die Pirate Bar, eine Institution auf Hydra. Dort kannst du auch -mit Glück natürlich- internationalen Jet Set sehen, denn Hydra ist als Refugium für Künstler und Prominente bekannt. Leonhard Cohen z.B. lebte lange hier, seinen Sohn sehen wir oft auf Hydra. Und der Yachthafen liegt direkt vor dir.
Oder du gehst in eine der vielen, mit viel Liebe gestalteten Läden, wo es natürlich auch internationale Namen und Designer gibt, aber viel mehr noch viele kleine, lokale Künstler und Boutiqen, die individuelle Sachen verkaufen.
Oder du gehst in eine der Zahreichen Buchten, um zu schwimmen. Unser Lieblingsspot ist das Castello; mit Day Beds und Restaurant. Dort chillen wir den ganzen Tag mit Frappe, Snacks, Buch und Schnorcheln im kristallklaren Wasser. Und wenn wir keine Lust haben, zurück nach Hydra Town zu laufen, dann nehmen wir eines der Taxi-Boote 🙂

Zum Abend hin sind wir am liebsten in der Hydronetta: eine Bar, in der man auch schwimmen kann. Sie liegt direkt unterhalb des Sunset-Restaurants und bietet den Killer-Sunset schlechthin: sanft verliert sich die Sonne in den Hügeln des Peleponnes, eingebettet in das einzigartige Licht salziger Meerluft, begleitet von chilligen Beats. Nicht umsonst hat der Conde Nast Traveller diesen Sonnenuntergang zu einem der zehn schönsten der Welt gekürt!
Wandern, Klöster besichtigen, in die Gallerie gehen, oder bei Live-Musik Retsina trinken – Hydra bietet viel! Und wenn euch die „klassische griechische Kultur & Geschichte“ fehlt, dann legt doch einfach einen dreitägigen Stop in Athen vorher ein.
Aha, ein wichtiger Hinweis dann doch: wenn ihr Sandstrand sucht, dann gibt es auf der Rückseite der Insel genau einen. Alle anderen neun sind Stein oder Kies (und daher hat das Wasser auch seine super Klarheit). Wir mögen das – aber wenn ihr Sandburgen bauen wollt, dann ist diese Insel dann doch nichts für Euch 🙂