Verschlungene Tempel, mystische Figuren, überwältigende Fauna und die wohl nettesten Menschen der Welt: Ein Mal im Leben die berühmten Tempelanlagen von Angkor sehen und sich ein bisschen wie Indiana Jones oder Tomb Raider fühlen – das ist der Traum eines jeden Südostasien-Reisenden. Und den solltet ihr euch auch erfüllen!

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Was haben wir nicht alles gehört: gehyped, überlaufen, touristisch, nicht typisch Kambodscha… Ja, zum Teil mag das ja stimmen. Nur muss man auch wissen, mit welcher Erwartungshaltung man reist. Dass du nicht allein sein wirst: klar. Dafür gibt es aber hunderte anderer Tempel, die schon teilweise nur 20km entfernt sind. Und überall, wo es Touristen gibt, gibt es auch eine entsprechende Infrastruktur. Wir sehen das als Vorteil. Und sind uns sicher, dass ihr einen unvergesslichen Aufenthalt haben werdet!

Aber der Reihe nach:

August ist eine gute Reisezeit für Angkor. Es ist zwar Regenzeit, aber wie ihr auf den Fotos sehen könnt, fiel tagsüber kein Regen. Selbiger nur abends, und dann typischerweise kurz und heftig. Also absolut kein Problem! Außerdem sind dann nicht ganz so viele Reisende unterwegs. Und es war ziemlich heiß – stets über 30° und super schwül. Aber hey, fahre ich nach Südostasien, um den Winter zu suchen? Trotzdem sollte man es ruhig angehen lassen. Man gewöhnt sich dran!

Am besten zieht Ihr Euch luftig an. Aber ganz ehrlich? Es ist total egal, was Ihr tragt, Ihr werdet schwitzen. Und mit Schwitzen meine ich, dass Ihr klatschnass sein werdet. Was aber irgendwann egal ist, denn dann habt Ihr Euch dran gewöhnt. Der Vorteil: Durch das Schwitzen müßt Ihr so gut wie gar nicht auf die Toilette, auch wenn Ihr viel trinken werdet. Und das ist gut, denn Toiletten, habe ich nirgends gesehen.

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Angereist sind wir aus Bangkok mit Cambodia Angkor Air. Diese fliegen mit kleinen ATR-72 Propellermaschinen und daher nicht so hoch. Deshalb hat man während des kurzen Fluges (ca 1,5h) schöne Möglichkeiten, sich die Landschaft anzuschauen. Wir kleben zumindest immer am Fenster, wenn wir in eine neue Region fliegen! Der Flug an sich war im besten Sinne unspektakulär, wir haben uns sicher gefühlt und alles verlief reibungslos.

Kurz nach der Landung in Siem Raep, bekamen wir am Airport unser Visa on Arrival (35 USD, man muss ein Nachweis des Hotels und Rückflugs haben). Ihr könnt das Visum auch online beantragen, aber es spart keine Kosten, höchstens etwas Zeit. Wir selbst jedoch waren auch mit VoA in 15 Minuten durch.

Und kaum hatten wir unser Gepäck, wartete auch schon der vom Hotel bestellte Fahrer. Wer nun denkt, dass dazu eine 5* Herberge nötig ist: weit gefehlt! Nach sehr, sehr langer Recherche entschieden wir uns für das kleine, feine, aber nicht überkandidelte Pavillon D’Orient Boutique Hotel. Sehr authentisch, prima gelegen (nicht direkt in Siem Raep, was ein Vorteil ist (Ruhe!)), schöner Pool und vor allem: mit eigenem TukTuk-Fahrer von 05:30-22:00 Uhr, der jederzeit auf Abruf bereit steht! Das sollte sich noch als unschätzbarer Vorteil herausstellen! Alles in allem aber gibt es in und um Siem Raep viele tolle, kleine Hotels. Für jedes Budget und jeden Geschmack ist sicher was passendes dabei!

Als wir im Hotel ankamen, war unser Zimmer schon bereit. Wir erhielten einen Welcome-Drink, aßen was kleines im hoteleigenen Restaurant (ziemlich lecker!) und dann: auf geht’s! Unser privater TukTuk-Fahrer brachte uns gleich – auf unseren Wunsch – zu den Berühmten Tempelanlagen.

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Kurz eine 3-Tages-Eintrittskarte gekauft und dann ließen wir uns einfach treiben, hielten an, wo wir wollten, liefen rum, wie wir wollten und da es ja faktisch kaum Absperrungen gibt, hat man auch die Möglichkeit, einfach querfeldein zu laufen. Was im Rest Kambodschas aufgrund der unzähligen Minen gefährlich sein kann, ist in Angkor locker möglich! Dennoch: respektiert die Umwelt, die Tiere und Pflanzen, und vor allem die Bauten: diese werden kaum restauriert, und keiner kann sagen, wie lange sie halten!

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Natürlich nahmen wir nebenbei alle großen und wichtigen Tempel mit. Aber: schaut euch auch die kleinen, unbekannten Tempel an!

Denn neben den berühmten Gesichtern und Figuren finden sich unendlich viele Motive, deren Geschichten es zu entdecken gilt: Wagenräder, Eroberungsszenen, Elefanten usw.

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Motive also aus mehreren Jahrhunderten, die die eindrucksvolle Geschichte dieser riesigen Stadt (größer als Manhattan!) dokumentieren.

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Auch ließen uns aber auch ein Mal etwas weiter raus fahren, wo sich absolut typische Szenerien fanden: Bauern mit den berühmten geflochtenen Hüten, Reisfelder, einfache Häuser. Es war zum Träumen schön!

Nun kommen wir zu einem der bekanntesten Fotomotive der Welt: der Angkor Wat bei Sonnenaufgang. Ja, das frühe Aufstehen lohnt sich! Und ja, der Anblick ist gigantisch! Diese Farben! Diese Kulisse! Nur: steht 30 Minuten früher auf als der Rest! Wir sind bereits um 04:30 losgefahren, um einen guten Platz zu bekommen, denn – und das ist auf keinem der Bilder zu sehen – es finden sich hunderte, wenn nicht gar tausende Touristen ein. Romantisch ist das auf keinen Fall. Und so richtig schön auch nicht.

Weniger besucht ist der Sonnenuntergang. Oder ihr fahrt einfach zu einem „eurer Plätzchen“ – am besten AUF einer der vielen „pyramidenartigen“ Tempel 🙂

Wir hatten 3 Nächte – also einen halben, einen vollen, und einen weiteren halben Tag. Unserer Meinung nach ist das das Minimum, um Angkor in Ruhe zu erkunden.