In Madrid gibt es ja eine ganze Reihe hochklassiger Hotels. Wir hatten ein langes Wochenende mit viel Sightseeing, und daher wollten wir ein Refugium, in dem wir uns entspannen und erholen konnten. Nach langer Suche haben wir uns für das Principal Madrid entschieden.

Luxuriös und individuell!

Wir kamen spät abends in Madrid per Taxi im Hotel an. Da es recht neu ist, wusste der Fahrer nicht, wo es ist. Das war aber überhaupt kein Problem, denn durch die bestechende Lage direkt am Anfang der Gran Via und gegenüber der Metropolis braucht man gar keine Adresse 😉

Im echt schön gemachten Treppeneingang, der gleichzeitig auch Eingangsbereich für das Sternelokal Attico (auf der Dachterrasse) ist, wurden wir herzlich empfangen. Das Gepäck wurde uns abgenommen und es kam der Hinweis, dass der Check-In im 4. Stock stattfinden würde. Da wir Lust hatten, uns nach dem Flug ein bischen zu bewegen, liefen wir die Treppen hoch … Puh, Altbau ist eben Altbau und ein Stockwerk gefühlt fast zwei. Anyway, leicht außer Puste kamen wir zum Check-In Bereich, der eher einem Eingangsbereich eines stylishen privaten Clubs gleicht als einem Chek-In. Schwere Möbel, gedeckte Farben, wenige, aber extrem nette Mitarbeiter und ein kühler Welcome Drink machten den Check-In super angenehm und easy. Zur Überraschung gabs noch ein Upgrade in die nächsthöhere Kategorie – wir hatten ja auch was zu feiern 😉 Besser gehts nicht!

Im Zimmer dann die zweite Überraschung: eine Flasche Cava und eine wörtlich süße Kleinigkeit mit Grußkarte des Hotelmanagements warteten auf uns. Nennt uns verwöhnt, aber da fühlt man sich wirklich willkommen. Sehr aufmerksam!

Es gab Cava und Macarons als Willkommensgeschenk.

Über Stil und Geschmack lässt sich es ja vortrefflich streiten. Aber das The Principal Madrid ist genau unser Ding! Das Gefühl, eher in einem privaten Club als einem Hotel zu sein zieht sich stilistisch durch das ganze Hotel. Zurückhaltend, aber dennoch luxuriös schüttelt es mit einer Lässigkeit eine unaufdringliche Noblesse aus der Tasche, die bemerkenswert ist. Wir fanden unser Zimmer ziemlich schön: nicht protzig, mit hochwertigen Materialen von den Wänden bis zum Sofa, tolles Licht, Bluetooth Speaker für eigene Musik, schön dezent abgestimmte Farben und vor allem ein Killer-View aus dem Fenster! Dazu ein stylishes Bad, in dem das Licht auch Frauen glücklich macht. Was will man mehr? Der Snob in uns hätte sich eine Wanne gewünscht (die bei der Wasserknappheit in Spanien aber gerne draußen bleiben kann) und elektrische Vorhänge. Damit Spiele ich einfach zu gerne rum 😮

Abends, nein nachts um halb Eins hatten wir dann noch einen kleinen Snack auf der hoteleigenen Terrasse (derer hat es drei) und wir fielen Müde, aber glücklich ins saubequeme Bett. Die Klimaanlage lief wunderbar leise und so schliefen wir schnell ein. So soll es sein!

Am nächsten Morgen fanden wir uns im kleinen Frühstücksbereich ein. Dieser hatte nur wenige Tische und wir dachten: ui, wenn mal hier Full House ist, könnte das knackig werden. Da man aber quasi überall sein Frühstück einnehmen konnte (so auch auf den Terrassen), verliefen sich die Gäste und es herrschte eine total relaxte Stimmung.

An der Auswahl allerdings könnte man meckern: zu wenige frische Früchte. Zu wenig Brotauswahl. Und nach 3 Nächten könnte die Auswahl etwas stärker variieren. Aber das ist auch hier Jammern auf hohem Niveau, denn Kaffee-Getränke, Eierspeisen und Pancakes wurden frisch und nach eigenem Wunsch zubereitet. Trotzdem: wir haben schon beeindruckenderes erlebt.

Fazit:

Wer ein individuelles, zurückhaltend luxuriöses Stadthotel mit Charakter in Bestlage sucht, der liegt hier Goldrichtig. Ein Pool wäre sehr nett gewesen, aber wie gesagt: Zentralspanien ist nicht mit Wasser gesegnet, und da drücken wir gern ein Auge zu.