Wer träumt nicht mal davon, in einem Ritz abzusteigen! Ob sich das in Berlin lohnt, haben wir für euch rausgefunden.

Die Anreise per Auto ist einfach. Allerdings ist es im Parkbereich gern mal sehr voll – wir mussten zum Gepäck ausladen (lassen – die Boys kamen natürlich schnell und halfen) im Halteverbot stehen.
Beim Eintreten ist der Trubel Berlins vergessen! Die Lobby mit der mondänen Treppe, den hellen Farben und luxuriösen Aufenthaltsbereichen machen schon was her. Thematisch soll es an die goldenen 20er Erinnern. Wir finden, dass das die Innenarchitekten gut interpretiert haben.

Der Empfang war sehr professionell und zuvorkommend, wirkte aber etwas aufgesetzt freundlich (wie es geht zeigen die Kollegen im Althoff Seehotel Überfahrt).

Ritz-Carlton-Berlin Lobby

Kaum im Zimmer angekommen, klingelte es auch schon und der junge Azubi brachte unser Gepäck und erklärte die Klimaanlage, Safe und das Bedienpaneel. Er war echt ein cooler Typ, dem man in jeder Sekunde anmerkte, dass er seinen Job liebt. Wenn er so weitermacht, hat er in eine große Karriere im Hotelbiz vor sich. 

Das Zimmer an sich hat einen wirklich luxuriösen Eindruck hinterlassen. Einige Leser wissen inzwischen vielleicht, dass wir hochwertige Materialien mögen – und das Ritz Carlton Berlin hat von Parkettboden bis Decke überzeugt. Das Bett war saubequem. Trotzdem mussten wird das komplette Pillow-Menu durchtesten, da das Kopfkissen der vorab bereits bestellten Allergikerbettwäsche zu hart war.

Einzig das Bad war eher langweilig. Versteht uns nicht falsch, es hat alles was ein fünf Sterne Luxushotel braucht, und es war – wie das ganze Zimmer und Hotel an sich penibel sauber, aber im Vergleich zum Grand Hyatt oder Ritz-Carlton Singapur, wo wir eine Badewanne mit Blick auf die Marina hatten, einfach mit nichts ausstaffiert, woran das Auge oder die Erinnerunen hängen bleiben.

Wären wir nicht woanders verabredet gewesen, hätten wir den Abend noch gern in die sehr stimmungsvollen „Fragarances“-Bar ausklingen lassen. Der Hammer hier: im Eingangsbereich kann man sich verschiedene Düfte aussuchen, nach denen dann der Cocktail hergestellt wird. Vielleicht viel Show, aber wirklich eine coole Idee!

Geschlafen haben wir sehr gut, auch wenn die Klimaanlage überraschenderweise nicht ganz so leise war, wie wir es uns gewünscht hätten. 

Am nächsten Morgen erwartet uns ein echtes Highlight: das unfassbar gute Frühstück. Waren wir vom Grand Hyatt, in dem wir zuvor ein paar Tage wohnten, ehrlich enttäuscht, so haben wir hier eine echte Ritz-Experience erlebt. Es stimmte einfach alles: vom sehr engagierten und witzigen, gut gelaunten Team, das den Frühstücksraum schmiss, über die schiere Auswahl an Speisen (Sonderwünsche? Kein Problem!) bis hin zur Qualität von Geschirr und Besteck, als auch die Gesamtatmosphäre: es war einfach großartig! Besser kann man in den Tag nicht starten.

FAZIT

Das beste Hotel der Stadt? Huii, schwierige Frage. Ihr werdet, wenn ihr das Geld in die Hand nehmen wollt, sicher nicht enttäuscht. Ritz-Carlton hat einen Standart, mit dem nur wenige andere High-End-Ketten mithalten können.
Wir kennen aber eben auch das Grand Hyatt (Dachpool!) und das wirklich gute Marriott ums Eck, oder auch das stylishe Steigenberger Kanzleramt (Aussicht). Und die bieten für doch spürbar weniger Geld nur einen Hauch weniger Gegenwert.
Das nächste Mal werden wir also nicht im Ritz wohnen, sondern einer der vielen tollen Alternativen Berlins ausprobieren.